Top 3 Weingüter in Priorat 2026
Entdecke die besten Weingüter in Priorat für Weinproben, Führungen und ein unvergessliches Weinerlebnis. Unsere Redaktion hat jedes Weingut persönlich besucht und nach Qualität, Atmosphäre und Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet.
Alle Weingüter
1Weintrips-Empfehlung
Álvaro Palacios
Der Winzer, der Priorat mit dem legendären L'Ermita wiederauferstehen ließ
8,5/10Álvaro Palacios, aus einer Rioja-Weinfamilie stammend und ausgebildet bei Château Pétrus, brachte Priorat zurück auf die Weltkarte, als er 1989 das Potenzial der verlassenen Llicorella-Hänge erkannte. Sein L'Ermita, 100% alte Garnacha von vorphylloxerischen Reben an einem Hang mit 60% Steigung, erhielt für den Jahrgang 2017 die Parker-Höchstwertung von 100 Punkten und kostet rund 1.000 € pro Flasche. 2021 wurde er von Decanter zum 'Man of the Year' ernannt. Das Weingut bewirtschaftet heute 87 Hektar verteilt über die besten Hänge von Priorat, darunter die mythische L'Ermita-Lage auf 350 Metern Höhe. Das Durchschnittsalter der Garnacha-Reben liegt bei 60 Jahren, einige Parzellen stammen sogar noch aus der Zeit vor der Reblauskrise Ende des 19. Jahrhunderts.Eine Reservierung ist Pflicht, und die Preise für eine Verkostung liegen je nach gewähltem Arrangement zwischen 40 € und 150 € pro Person. Das Weingut arbeitet biologisch (seit 2012 zertifiziert) und wendet auf ausgewählten Parzellen biodynamische Prinzipien an. Das gesamte Sortiment reicht vom zugänglichen Camins (rund 15 €) bis zum legendären L'Ermita, der nur in außergewöhnlichen Jahren produziert wird.Die Atmosphäre ist professionell, aber herzlich. Erwarte keine auffällige Architektur, dafür aber pures Handwerk und Weine, die die Essenz von Priorat verkörpern. Für alle, die wirklich verstehen wollen, was Llicorella-Schiefer mit Garnacha macht, ist dies ein Pflichtbesuch.
€€€RotweinVerkostungWeinberg
2Clos Mogador
8/10Clos Mogador ist der Ort, an dem die Geschichte des modernen Priorat begann. 1989 kamen fünf Pioniere, René Barbier, Álvaro Palacios, Daphne Glorian, José Luis Pérez und Carles Pastrana, nach Gratallops, um die verlassenen Llicorella-Terrassen neu zu beleben. René Barbier Sr. pflanzte seinen Weinberg auf 350 Metern Höhe an steilen Schieferhängen und produzierte 1989 den ersten Clos Mogador. Das Weingut ist seit 2012 vollständig biodynamisch zertifiziert (Demeter). Das Weingut ist seit 2012 vollständig biodynamisch zertifiziert (Demeter) und umfasst 17 Hektar, verteilt auf 13 Parzellen auf Höhen zwischen 350 und 550 Metern. Der Llicorella-Schiefer zwingt die Wurzeln bis zu 10 Meter in die Tiefe, was zu intensiver Mineralität und niedrigen Erträgen von nur 2.500 kg pro Hektar führt.Der Flaggschiff-Wein Clos Mogador vereint 45 % Garnacha, 27 % Cariñena, 15 % Syrah und 13 % Cabernet Sauvignon. Die Trauben werden von Hand in kleinen Kisten gelesen, gefolgt von spontaner Gärung mit autochthonen Hefen und 18 Monaten Ausbau in französischer Eiche. Der Jahrgang 2019 erzielte 96 Punkte bei Robert Parker und 95 bei James Suckling.Besuche sind nur nach Vereinbarung möglich und auf kleine Gruppen beschränkt (maximal 8 Personen). Die Standardverkostung kostet 45 € pro Person und umfasst vier Weine inklusive Führung durch Weinberg und Keller. Reserviere mindestens zwei Wochen im Voraus, besonders zur Erntezeit (September bis Oktober). Für alle, die glanzvolle Ausstattung oder schnellen Durchlauf suchen, ist dies nicht der richtige Ort, doch Liebhaber authentischer Handwerkskunst finden hier das Priorat in seiner reinsten Form.
€€€RotweinWeißweinWeinverkostungFührungWeinberg
3Mas Doix
7/10Mas Doix ist ein Familienweingut in Poboleda mit Garnacha- und Cariñena-Reben von über 100 Jahren, pre-phylloxera Wurzeln, die tief in den Llicorella-Boden graben. Die Produktion ist minimal: die ältesten Parzellen liefern weniger als 500 Gramm Trauben pro Rebstock. Ihr Spitzenwein Doix (Garnacha/Cariñena, Parker 96 für den 2018er) gehört zu den gesuchtesten und exklusivsten Weinen der Priorat. Die Weinberge liegen rund um das Dorf Poboleda auf steileren Hängen als die meisten anderen Priorat-Weingüter. Hier dreht sich alles um die Erhaltung alter Rebstöcke: keine Bewässerung, kein Kunstdünger, nur Handlese in kleinen Kisten. Der Ertrag liegt zwischen 1.000 und 1.500 Kilo pro Hektar, ein Bruchteil dessen, was kommerzielle Weinberge produzieren.Neben Salanques und Doix produzieren sie die Les Crestes (rund 35 €, Peñín 94 für den 2019er), eine Cuvée mit mehr Cariñena als Garnacha. Dieser Wein stammt von Parzellen zwischen 450 und 700 Metern Höhe und verbindet die Eleganz kühler Terroirs mit der Konzentration alter Reben. Die Textur ist ernsthaft, mit feinen Tanninen, die drei bis vier Stunden Luft brauchen.Das Weingut befindet sich seit 2001 in den Händen der fünften Generation Doix-Llagostera. Die Entscheidung für minimale Eingriffe im Keller, spontane Gärung und lange Reifung in französischen Fässern bedeutet, dass Jahrgangsunterschiede deutlich spürbar sind. Der 2018er war üppig und zugänglich, der 2019er straffer und mineralischer.
€€RotweinWeinverkostungWeinbergFührung
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