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Was trinken Sommeliers selbst? Die Flaschen, die 44 Profis empfehlen

Wir verfolgen die Empfehlungen von 44 Sommeliers aus europäischen Spitzenrestaurants und lassen sie in unsere Weinlisten einfließen. Ihre Wahl überrascht: viel Weißwein mit Spannung, Champagner von kleinen Winzern und sogar eine alkoholfreie Überraschung. Das sind die Muster und fünf konkrete Flaschen.

Sommelier schenkt ein Glas Rotwein am Tisch ein

Die kurze Antwort: 44 Sommeliers aus Spitzenrestaurants in ganz Europa greifen auffallend oft zu Weißweinen mit Säure und Mineralität, wie Riesling aus Deutschland und Grüner Veltliner aus Österreich. Bei Champagner liegt die Vorliebe bei kleinen Winzern mit Extra Brut, und alkoholfrei wird ebenso ernst genommen wie eine Flasche Krug. Die günstigste Empfehlung auf ihren Listen kostet 14,00 €, die meistgenannte Wahl im höheren Segment ist ein weißer Burgunder für rund 98,00 €.

Wer diese Sommeliers sind und wie wir ihre Entscheidungen verfolgen

Über unseren Weinpartner verfolgen wir die Empfehlungen von 44 Sommeliers, die in Spitzenrestaurants quer durch Europa arbeiten, von Kopenhagen bis Wien. Jeder von ihnen stellt eine eigene Liste von Flaschen aus einem Sortiment von Tausenden Weinen zusammen. Wir lassen diese Empfehlungen in unsere Datenbank einfließen und berücksichtigen sie in unseren Weinlisten: Ein Wein, der von mehreren Sommeliers gewählt wird, steigt bei uns im Ranking.

Daraus entsteht ein Datensatz, den du sonst nirgendwo findest. Und dieser Datensatz erzählt eine klare Geschichte darüber, was Menschen, die täglich Hunderte Weine probieren, selbst für lohnenswert halten.

Was in den Entscheidungen der Profis auffällt

Weiß gewinnt, und Säure ist der rote Faden

Wer die Empfehlungen durchforstet, sieht vor allem Weißweine mit Spannung: Riesling aus Deutschland, Grüner Veltliner aus Österreich, Chardonnay aus kühlen Lagen. Sommeliers entscheiden sich selten für dicht und schwer. Sie wählen Säure, Mineralität und Weine, die zum Essen passen. Der Grüner Veltliner ist vielleicht die größte Überraschung: eine Rebsorte, die in deutschen Supermärkten kaum zu finden ist, taucht in der Liste immer wieder auf, von einem zugänglichen Kamptal für rund 16,00 € bis zur Smaragd-Klasse von Nikolaihof aus der Wachau.

Champagner: lieber ein kleiner Winzer als ein großes Haus

Champagner steht fest auf den Listen, aber auffallend oft von kleineren Erzeugern: ein Premier Cru von Maillart, ein Blanc de Blancs von Larmandier-Bernier. Große Namen kommen ebenfalls vor, bis hin zu Krug Grande Cuvée, aber die Profis suchen deutlich nach der Arbeit von Winzern, die ihre eigenen Trauben pressen. Extra Brut, also mit wenig Zucker, ist dabei die Norm.

Alkoholfrei wird ernst genommen

Der größte Augenöffner: Ein alkoholfreier Schaumtee der Copenhagen Sparkling Tea Company wird von drei Sommeliers empfohlen, genauso oft wie der Krug. Wer denkt, alkoholfrei sei eine Modeerscheinung, sollte das mal den Profis erzählen. Für ein Dinner mit Gästen, die nicht trinken, ist das die Flasche, die Sommeliers selbst einschenken.

Fünf Flaschen aus den Sommelierlisten, vom Budget bis zum Besonderen

  • Espino Pinot Noir (Chile, rund 14,00 €): der Beweis, dass ein sommelierwürdiger Rotwein nicht 40,00 € kosten muss. Leicht, frisch und von zwei Sommeliers gewählt.
  • Steininger Grüner Veltliner Kamptal (Österreich, rund 16,00 €): pfeffrig, straff und vielseitig bei Tisch. Der Einstieg in die Rebsorte, über die die Profis nicht aufhören zu reden.
  • Weingut Knipser Chardonnay *** (Pfalz, rund 33,00 €): deutscher Chardonnay auf Spitzenniveau, gewählt von drei Sommeliers. Für alle, denen Burgunder zu teuer geworden ist.
  • Maillart Champagne Premier Cru Platine Extra Brut (rund 53,00 €): Winzerchampagner, wie Sommeliers ihn gerne einschenken, trocken und präzise.
  • Henri Germain Meursault (Burgund, rund 98,00 €): für den großen Moment. Drei Sommeliers setzen diesen klassischen weißen Burgunder auf ihre Liste.

Die Preise sind eine Orientierung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können sich ändern. Die aktuellen Preise und die vollständige Auswahl findest du auf unserer Seite mit den Favoriten der Top-Sommeliers.

So nutzt du das Sommelierwissen für deinen eigenen Einkauf

Du musst keine Weinkarte eines Sterne-Restaurants nachbauen, um davon zu profitieren. Die Muster sind der Tipp: Greif öfter zu Weißwein mit Spannung statt zum Standard-Rotwein, probier mal einen Grüner Veltliner neben deinem vertrauten Sauvignon Blanc, und achte bei Bubbles auf die Worte Extra Brut und einen Winzernamen auf dem Etikett. Auf unseren Listen siehst du bei jedem Wein, ob und von wie vielen Sommeliers er empfohlen wird, sodass du dieses Signal direkt einbeziehen kannst. Wie wir diese Listen zusammenstellen, liest du in unserer Arbeitsweise.

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Door Kevin & Frank van Wijntripje

Wij reizen zelf door de Europese wijnstreken; bij wijnhuizen en wijnen zie je precies wat we zelf bezochten en proefden. Lies mehr über uns und unsere Arbeitsweise